Weltgebetstag 2012

Jedes Jahr am ersten Freitag im März feiern wir – gemeinsam mit vielen anderen Christinnen und Christen in der ganzen Welt - den Weltgebetstag der Frauen mit einem Gottesdienst. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem bestimmten Land den Gottesdienst vor. Passend zu dem Motto und ihrer Situation im Land gestalten sie die Ordnung dieses Gottesdienstes mit Liedern und Texten. So wird er dann auch bei uns gefeiert.
Dieses Jahr haben uns Frauen aus Malaysia unsere Ordnung geschenkt.

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Interview mit Pfarrer Hadem

Ralf Scharnitzky sprach mit dem neuen Weilheimer Pfarrer.

Margit und Eberhard Hadem

Von der größten evangelischen Kirche in Bayern, die mehr als 700 Jahre alt ist und jährlich von 700 000 Menschen besucht wird, und aus der zweitgrößten Stadt des Freistaats aufs Land in eine kleine eher unscheinbare Kirche. Warum das?
Äpfel und Birnen kann man nicht vergleichen. Die Weilheimer Apostelkirche ist sozusagen ein Apfel, die Nürnberger Lorenzkirche dagegen eine Birne. Jede Kirche ist anders. Ich habe eine Pfarrstelle gesucht, die erheblich anders ist als die, in der ich bisher gearbeitet habe. In so großen Kirchen wie der Lorenzkirche kann man sich schnell klein und unscheinbar fühlen, und womöglich stellt sich erst nach einer Weile eine Geborgenheit ein. In der Apostelkirche gefällt mir die Helle, der freie Raum, die ruhige Anordnung. Es mag sein, dass vom Lorenzer Kirchturm aus gesehen die Apostelkirche unscheinbar wirkt. Aber das war nicht mein Gefühl, als ich in ihr gestanden und auf der Kirchenbank gesessen bin. Ich habe mich wohl gefühlt.

Und warum gerade Weilheim?

In der Ausschreibung habe ich den Eindruck einer freundlichen und offenen Kirchengemeinde gewonnen; dazu kam das Bild von einer Stadt, die seit 700 Jahren – nicht nur in ihrem Stadtwappen – Menschen mit einem offenen Stadttor begrüßt. Da habe ich mich willkommen gefühlt, denn so bin ich auch, offen und freundlich.

Das gesamte Interview lesen Sie im aktuellen Gemeindebrief, z.B. vorab als ePaper

 

Konfirmandenvorstellungsgottesdienst

Voll besetzt war die Kirche am 5. Februar 2012 mit gut 70 Konfirmandinnen und Konfirmanden, deren Eltern und Gemeindemitgliedern. Mit Unterstützung von zahlreichen Konfirmandenleitern hatten die Jugendlichen am Tag zuvor einiges zum Thema "Glaubensbekenntnis" erarbeitet.

Den Text der Dialogpredigt lesen Sie hier

 

Eberhard Hadem ist neuer Pfarrer an der Apostelkirche

Am Mittwoch, 25.1.2012 wählte der Kirchenvorstand Weilheim den Nachfolger für Pfarrer Robert Maier, der im Oktober 2011 eine Pfarrstelle in Mailand angetreten hatte. Drei Kandidaten stellten sich dem Gremium, das Dekan Steinbach aus Bad Tölz leitete, vor. In der Wahl setzte sich Pfarrer Eberhard Hadem durch. Er ist seit knapp 14 Jahren Geistlicher an der St. Lorenzkirche in Nürnberg. Pfarrer Hadem beginnt seinen Dienst in Weilheim am 1. Mai 2012.

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Eberhard Hadem
Geboren 1960 im westfälischen Siegen, nach dem Abitur Studium der Theologie in Neuendettelsau, Marburg und Erlangen, daneben Taxi- und Staplerfahrer und noch ein paar Jobs mehr, verheiratet, zwei Söhne 26 und 29 Jahre. Pfarrer in fränkischen Dorf-, Markt- und Kleinstadtgemeinden rund um Nürnberg (1987 – 1998), seit 1998 Gemeinde- und Citykirchenpfarrer an St. Lorenz, der größten evangelischen Kirche Nürnbergs und Bayerns, seit 2000 Jugendpfarrer in Nürnberg. 2003 Berufung zum Radioprediger im Bayerischen Rundfunk, seit 2009 Andachten für private Sender des Funkhaus Nürnberg; seit 2011 Andachten im Deutschlandfunk.

 

Gottesdienste in Raisting

Wegen des Umbaus der katholischen Kirche in Raisting kann die evangelische Gemeinde vorübergehend ihre Gottesdienste nicht mehr in der Sölber Kirche feiern. Wir weichen in den nächsten vier Monaten in das (warme) Pfarrheim aus. Die Gottesdienstzeit bleibt gleich:10 Uhr. Die nächsten Gottesdienste in Raisting: 22. Januar, 12. Februar und 26. Februar 2012. Zusätzlich findet ein ökumenischer Gottesdienst für kleine Kinder und deren Eltern am Sonntag, 29.1. 2012 um 11.15 Uhr in der Sölber Kirche statt.

 

2000 Gottesdienstbesucher an Weihnachten

Über 2000 Gläubige besuchten einen der evangelischen Gottesdienste im Gemeindegebiet Weilheim. Am Heiligen Abend war die Apostelkirche vier Mal absolut voll, nur einige Plätze auf der Empore waren teilweise unbesetzt. Auch die Gottesdienste in den Außenorten waren außergewöhnlich gut besucht. In Raisting sahen knapp 200 Leute, wie es der Wirt nicht übers Herz brachte, Josef und die schwangere Maria wegzuschicken. In Wessobrunn hörten am 2. Weihnachtsfeiertag 50 Gemeindemitglieder die Predigt von Dekan Axel Piper – auch Rekord. Gut ein Drittel der Gemeindemitglieder besuchten demnach einen der Weihnachtsgottesdienste.

 

Einweihung Kindespielplatz in Polling

Am 10. September 2011 wurde in Polling von Pfarrer Weber und Pfarrer Herrmann in einer sehr stimmungsvollen Feier ein Spielplatz eingeweiht.
Bericht Kreisbote

 

Verabschiedung von Pfarrer Robert Maier

Pfarrer Robert Maier wurde am Sonntag, 2. Oktober 2011, nach 19 Jahren Dienst in Weilheim im Erntedankgottesdienst verabschiedet. Die Kirche fasste schier die vielen Gottesdienstbesucher nicht. Dekan Piper dankte ihm für seine kreative und segensreiche Arbeit. Nach einem Sprachkurs tritt er Mitte Oktober seine neue Stelle in Mailand an. Als letzte "Amtshandlung" legte er die Gründungsurkunden von 1948 und 2011 in eine dafür ausgesparte  Nische des neuen Gemeindehauses.

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Kantorenbüro eingeweiht

Feierliche Weihe des neuen Kantorenbüros in der Schöffelhuberstraße

Mit einem kleinen festlichen Akt wurde am 3. Februar 2011 das neue Büro von Kirchenmusikdirektor Walter Erdt eingeweiht. Es befindet sich nur 50 m von der Apostelkirche entfernt auf dem Gelände des städtischen Bürgerheims. Bürgermeister Markus Loth freute sich, dass das um 1650 erbaute Haus einen dauerhaften Mieter gefunden hat. "Ich hätte hier auch gerne mein Büro eingerichtet, aber aus logistischen Gründen war es nicht möglich." Dekan Piper dankte der Stadt für Ihr Entgegenkommen und die herrliche Renovierung. Die anwesenden Gäste erfreuten sich am Klavierspiel des Kirchenmusikers der Apostelkirche und sangen kräftig bei einem Choral mit.

 

Theologischer Nachwuchs aus unserer Gemeinde

Julian LademannSeit dem 1. September 2010 bin ich nun für 30 Monate Vikar in der Kirchengemeinde St. Anna im Weilheimer Nachbardekanat Augsburg. Die St. Annakirche, die deutlich größer und älter ist als die Apostelkirche, wird gerade aufwendig restauriert und liegt mitten in der Fußgängerzone. Martin Luther soll hier 1518 während seines einzigen Aufenthalts in Augsburg genächtigt haben. Das führt dazu, dass täglich hunderte Touristen unsere Kirche besichtigen. Nach dem sehr langen Studium der Theologie freue ich mich jetzt auf die neuen Aufgaben, meine erste Gottesdienste und Taufen, den Religionsunterricht an einer Grundschule, die Kurse im Predigerseminar Nürnberg, sowie darauf, eine neue Gemeinde mit vielen verschiedenen Menschen und Gewohnheiten kennenlernen zu dürfen. Glück habe ich auch mit einer geduldigen Mentorin und fühle mich in Augsburg sehr wohl. Auch wenn ich in der Konfiarbeit die Weilheimer Verhältnisse, wo ich 12 Jahre begeistert mitgearbeitet habe, schmerzlich vermissen werde – zumal in St. Anna in diesem Jahr nur 7 Konfirmanden den Unterricht besuchen. - Julian Lademann


Simone HegeleMein Name ist Simone Hegele (geb. Burger) und ich komme aus Raisting. Ich wurde in Weilheim konfirmiert und ich war mit der Gemeinde vor allem durch die Familienfreizeit in Santa Severa verbunden. Nach meinem Abitur 2002 am Gymnasium Weilheim absolvierte ich mein Praxisjahr, das damals noch zum Theologiestudium gehörte, in Augsburg in einem Montessori- Kinderhaus. Das Theologiestudium begann ich in München. Nach zwei Semestern zog es mich über die Grenzen Bayerns hinweg in die "große weite Welt", nach Berlin und dann nach Brasilien, wo ich ein Jahr an der kirchlichen Hochschule unserer Partnerkirche in Brasilien studierte. Dort lernte ich meinen Mann Josias kennen, mit dem ich seit zwei Jahren verheiratet bin. Die letzten Jahre bis zu meinem Examen studierten wir zusammen in Göttingen. Seit September 2010 bin ich Vikarin an der Dankeskirche in München-Milbertshofen. Dort gefällt es mir bisher sehr gut und ich bin gespannt auf die nächsten 2 ½ Jahre! - Simone Hegele


Florian BrackerAm 3. Oktober 2010 bin ich in Erding ordiniert worden. Damit ist mein Ausbildungsweg nach zehn Jahren (23 Jahren, wenn man die Schulzeit mitrechnet!) beendet, und ich bin endlich Pfarrer. Auf dem langen Weg bin ich recht viel herumgekommen. Studiert habe ich in Tübingen, Straßburg, Halle an der Saale und München. Die letzten zweieinhalb Jahre war ich dann Vikar an der Christuskirche in München Neuhausen, in einer der größten Gemeinden Münchens. Auf jedem Schritt des Weges habe ich aber gemerkt, wie stark ich doch von der Atmosphäre und dem Stil meiner Weilheimer Heimatgemeinde geprägt bin. Jede Theorie habe ich zuerst mal damit verglichen, ob sie denn zur „Wirklichkeit“, und damit zu den Weilheimer Verhältnissen, passt. Und wenn ich gefragt worden bin, wie man denn auf die Idee kommt, Pfarrer zu werden, habe ich immer von der Jugendarbeit erzählt, in die ich hineingewachsen bin, und natürlich von den Weilheimer Pfarrern, denen ich dabei über die Schultern schauen konnte – bis ich irgendwann gemerkt habe: Das will ich auch machen. Seit dem Ende des Vikariats bin ich beurlaubt, um eine Doktorarbeit zu schreiben, und arbeite ehrenamtlich als Pfarrer in der Gemeinde in München-Allach. - Florian Bracker

 

Talentaktion

Die wundersame Geldvermehrung  Im Februar wird im Gottesdienst Geld verteilt

Wer  am 20. Februar in der Apostelkirche den Familiengottesdienst besucht, erhält zu Beginn des Gottesdienstes einen Briefumschlag mit 10 Euro. Neugierig geworden? Was steckt dahinter? Sind Sie dabei?
„Das Geld können die Menschen behalten und damit machen, was sie wollen“, so Pfarrer Jost Herrmann. „Das Gleichnis mit den anvertrauten Pfunden aus dem Lukasevangelium (Lk.  19, 12ff) soll sie inspirieren. Talente sollen entdeckt und mit Pfunden gewuchert werden.“ Vermehren Sie mit Ideen und dem Startkapital Geld zugunsten des neuen Gemeindehauses – allein, zusammen mit der Familie, zusammen mit Freunden, zusammen mit anderen Gruppen...  Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Die Initiatoren erhoffen sich von der ungewöhnlichen Aktion stärkeren Zusammenhalt in der Gemeinde, viel Spaß und Kreativität für Kinder, Familien, Jugendliche und Erwachsene und nicht zuletzt auch Einnahmen für das neue Gemeindehaus

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Neuer Bischof im Pare-Gebiet

Bischof MjemaAm 16. Oktober 2010 wurde Pfarrer Charles Mjema nach der Wahl durch die Synode Evangelical Lutheran Church of Tanzania (ELCT) als neuer Bischof der Pare-Diözese eingesetzt. Damit endet die zweijährige Suche nach einem Nachfolger für Bischof Stefano Msangi, der damals in den Ruhestand ging.

Charles Mjema ist 47 Jahre alt, stammt aus Gonja am Südostrand der Pare-Berge und war 15 Jahre lang Gemeindepfarrer und später bis zu seiner Wahl zum Bischof Rektor des Training and Leadership College hoch oben in den Nordparebergen. Zum Stellvertreter an seiner Seite wurde Pfarrer Timothy Joas Msangi gewählt. Anlässlich unserer Jugendbegegnung hatten wir Gelegenheit mit den beiden neuen Kirchenführern ausgiebig zu sprechen und manchen Gedanken hinsichtlich unserer Partnerschaft zwischen Weilheim und Pare auszutauschen.

Pfarrer Eduard KisevenEin ebenso historisches Ereignis fand neben der Bischofsernennung mit der Ernennung von Pfarrer Eduard Kiseven zum ordentlichen Pfarrer der ELCT statt. Eduard Kiseven ist damit der erste Pfarrer unserer Partnerdiözese, der aus dem Maasai- Gebiet und -Volk stammt. Nachdem er die letzte Phase seiner Vorbereitungszeit als Assistenzpfarrer neben Pfarrer Eliraha Mwiri in seiner Heimatgemeinde am Ruvufluss absolviert hat, übernimmt Pfarrer Kiseven zunächst die Kihurio-Gemeinde im Süden der Diözese.

Wir wünschen allen drei Geistlichen Kraft, Mut und Einfallsreichtum für ihre Aufgaben sowie Gottes Segen.