Verabschiedung von Pfarrer Robert Maier
Pfarrer Robert Maier wurde am Sonntag, 2. Oktober 2011, nach 19 Jahren Dienst in Weilheim im Erntedankgottesdienst verabschiedet. Die Kirche fasste schier die vielen Gottesdienstbesucher nicht. Dekan Piper dankte ihm für seine kreative und segensreiche Arbeit. Nach einem Sprachkurs tritt er Mitte Oktober seine neue Stelle in Mailand an. Als letzte "Amtshandlung" legte er die Gründungsurkunden von 1948 und 2011 in eine dafür ausgesparte Nische des neuen Gemeindehauses.


"Buona Fortuna, Roberto!“
Verabschiedung eines beliebten evangelischen Pfarrers
Im Saal des katholischen Pfarrheimes in der Theatergasse waren am Samstagabend, dem 01. Oktober 2011, bedeutende Vertreter der Stadt und der Kirchengemeinden zu sehen, denn die Verabschiedung von Pfarrer Robert Maier nach 19 Jahren in der evangelisch-lutherischen Gemeinde stand auf dem Programm.

Alle Sprecher des Abends erinnerten sehr gerne an gemeinsame Zeiten und Unternehmungen mit Pfarrer Maier. Bürgermeister Markus Loth dankte im Namen der Stadt mit der Großen Silbermünze für die Spuren, die Robert Maier in Weilheim hinterlassen hat.

Vertrauensfrau Adelheid Meyer betonte, dass vor allem Robert Maier für die besondere Verbindung der Jugend zur hiesigen evangelischen Kirche steht. Nachdem just an diesem Tag Stadtpfarrer Dr. Ulrich Lindl in Altötting eine Fürbitte für Pfarrer Robert Maier gesprochen hatte, gab’s am Abend vom Pfarrgemeinderat, vertreten durch Frau Mohr, noch einen Geschenkkorb mit heimischen Spezialitäten, denn „extra Bavaria nulla Vita est“, wie Dr. Lindl sagte. Dazu gesellten sich noch viele weitere Geschenke. Musikalisch umrahmt wurden die Beiträge vom Chor des Kindergartens, dem Frauen- und dem Gospelchor der evangelischen Kirche, sowie dem spontan gegründeten Jugendchor mit dem adaptierten Hit „Maier hier – Maier dort – Maier fort – ganz egal, was war, Du warst immer für uns da“. Das Schlusswort hatte Robert Maier, der sich für Möglichkeiten in der aufgeschlossenen Weilheimer Gemeinde bedankte: „Ohne Euch wäre ich nicht ich“ Traurigkeit kam an diesem Abend – auch dank der witzigen Sketche – nicht auf, dafür aber im Abschiedsgottesdienst am Sonntagvormittag, als Dekan Axel Piper Revue passieren ließ, was am Vorabend noch nicht gesagt war: Man hätte das mit Italien eigentlich ahnen können, nun also „Buona Fortuna, Roberto!“
In Mailand wird Pfarrer Maier vor allem den reformierten Mitgliedern der Gemeinde als Seelsorger zur Verfügung stehen. Das Gemeindeleben dort gestaltet sich zweisprachig in Deutsch und Italienisch. „Die Stelle war ausgeschrieben und ich habe mich beworben", so Maier, der sich auf die neue Herausforderung freut. „Ein Pfarrer sollte im Laufe eines Berufslebens öfter mal wechseln". Er gehe mit „einem lachenden und einem weinenden Auge" aus Weilheim fort.
Pfarrer Robert Maier kam im Juli 1992 nach Weilheim. Zunächst übernahm er die Stelle des Pfarrers „zur Anstellung", das so genannte Pfarrvikariat, später bekleidete er die dritte Pfarrstelle in Weilheim. Seit dem Weggang von Pfarrer Manfred Reitlinger war er pfarramtlicher Geschäftsführer der Kirchengemeinde.